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Über uns

Der
Färbeprozess

Wasserverschmutzung durch das Färben

Die Textilproduktion benötigt Wasser – unter anderem zum Färben. Wenn Stoffe chargenweise gefärbt werden, gibt die Europäische Kommission Richtwerte von 10 bis 150 Litern pro Kilogramm Stoff an. Darin enthalten sind das Waschen, Spülen und die Reinigung der Anlagen. Für die Herstellung aller Kleidungsstücke, Schuhe und Heimtextilien, die im Jahr 2022 von EU-Haushalten gekauft wurden, wurden weltweit rund 5,3 Milliarden Kubikmeter Grundwasser sowie Wasser aus Flüssen und Seen verbraucht. Diese Menge entspricht dem jährlichen Wasserverbrauch von mehr als 100 Millionen Menschen (berechnet mit 124 Litern pro Person und Tag).
GLOBALE WASSERVERSCHMUTZUNG
20%

TEXTILINDUSTRIE

Nach dem Weben werden normale Stoffe je nach Farbe verschiedenen flüssigen Substanzen ausgesetzt. Das funktioniert im Grunde wie das Färben eines T-Shirts zu Hause in der Waschmaschine. Der Stoff kommt zusammen mit verschiedenen flüssigen Substanzen - je nach Farbe - in einen Tank.

Das Färben ist einer der wasserintensivsten Schritte der Stoffproduktion. Konventionelles Färben gehört damit zu den ressourcenintensivsten Teilen der gesamten Stoffherstellung.

Neue Farben für eine umweltbelastende Industrie

Eine Alternative ist die Spinnfärbung (Dope Dyeing), die ohne separates Färbebad auskommt. Dabei werden Pigmente direkt in den Schmelzspinnprozess eingebracht, um gefärbte Garne herzustellen, sodass Wasser und Chemikalien eines Färbebads entfallen.
EMISSIONEN IN DEN FÄRBEPROZESSEN

Wasser

bis zu
-90%
bis zu
- 50%
bis zu
- 50%
bis zu
- 80%

CO2e

Energie

Chemikalien

Konventioneller Färbeprozess
Spinnfärbung
Spinnfärbung -
die Farbe mit weniger Ressourcen
Zusätzlich verbessert sich die Farbechtheit bei Abrieb und beim Ausbleichen durch längere Sonneneinstrahlung. Tatsächlich ist die Farbe - ähnlich wie bei einer Karotte - gleichmäßig im gesamten Material verteilt. Beim konventionellen Färbeverfahren liegt die Farbe nur außen auf, wie bei einem roten Radieschen.
FAQ
Häufig gestellte Fragen zu textilen Färbeprozessen

Warum ist der konventionelle Färbeprozess so schädlich für die Umwelt?

Die weltweite Textilproduktion ist für 20% der Wasserverschmutzung verantwortlich, die beim Färben und Ausrüsten von Produkten entsteht. Das Färben eines einzigen Kilogramms Textilien verbraucht in konventionellen Verfahren bis zu 60 - 150 Liter Wasser. Es ist der ressourcenintensivste Prozess der Textilproduktion und setzt zudem Mikrofasern frei.

Weitere Informationen
The impact of textile production and waste on the environment. European Parliament, 2023 - Kant, R., Textile dyeing industry: An environmental hazard, Natural Science, Vol. 4, p.23

Welche Vorteile hat die Spinnfärbung?

Weil kein separates Färbebad nötig ist. Bei der Spinnfärbung (Dope Dyeing) werden Pigmente direkt in den Schmelzspinnprozess eingebracht, um gefärbte Garne herzustellen, sodass Wasser und Chemikalien eines Färbebads entfallen. Auch die UV-Stabilität ist deutlich besser, ebenso die Farbechtheit beim Reiben.



Weitere Informationen:
Bluesign Academy, 2023

Warum wird die Spinnfärbung nicht bei allen Textilprodukten eingesetzt?

2021 wurden nur 3,5% der Textilien spinngefärbt. Der Grund: Es sind hohe Mindestbestellmengen von rund 10 Tonnen pro Farbe und Garn nötig. Andere Marken verwenden über ihr Sortiment hinweg oft viele verschiedene Stofffarben. Dadurch wird es schwierig, die Mindestbestellmenge für die Spinnfärbung zu erreichen.

Deshalb verwenden wir nur Schwarz als sekundäres Außenmaterial und Grau als Innenmaterial. So halten wir die Zahl der Farben, die wir produzieren müssen, möglichst klein.

Weitere Informationen: Lucintel's Market Report , Global Dope Dyed Yarn Market Trend

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